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Мини лиса.
Fuchsjagd ohne heraushängende Zunge:




Mini-Sender

und

Mini-Empfänger

für Fuchsjagden

im lizenz- und gebührenfreien 70cm-ISM-Band

Roland Walter, DL7UNO




Das Mini-Fuchs-Projekt wurde in der Zeitschrift FUNKAMATEUR, Hefte 09+10+12/2002 veröffentlicht. Dies ist eine überarbeitete und erweiterte Fassung, in die viele Leser-Fragen und -Hinweise eingeflossen sind.

Ab 01. August 2003 gibt es den Fuchsjagd-Sender und den Peilempfänger auch fertig aufgebaut zu kaufen, da SMD und Mikrocontroller-Programmierung nun einmal nicht jedermanns Sache sind. Beide Geräte haben gegenüber den hier vorgestellten einige Veränderungen erfahren. Mehr dazu siehe www.rowalt.de/mc/ im Bereich ”Shop”.

Wichtig: Die früher erteilte Genehmigung zur kommerziellen Herstellung ziehe ich hiermit zurück. Das muß ich einfach tun, um mir nicht selbst ein Bein zu stellen. Der Selbstbau und die kostenlose Weitergabe bleibt selbstverständlich weiterhin erlaubt und ist gern gesehen.

Zum Projekt gehört die Datei MiniFox.zip, welche das AVR-Programm und die Leiterplattenlay-outs im SprintLayout-Format und im EMF-(Enhanced Metafile)-Format enthält.

Abstract:

This PDF file contains the extended version of 3 articles published in the german journal FUNKAMATEUR 09+10+12/2002. The articles describe a transmitter and a receiver for amateur fox hunting contests where the competitors have to find one or more hidden radio transmitters.

The devices use the free ISM band 433,92 MHz so that no special licence is necessary for usage. Both transmitter and receiver is very cheap and simple to build and to use because they are based on the MICREL ICs MICRF002 and MICRF102 which need a minor number of external components. The transceiver gets the signals from an AVR microcontroller and sends the international Fox Morse codes MO, MOE, MOI, MOS and MOH. The AVR program source code is part of this PDF file.


Mini-Fuchsjagdsender fürs 70cm-Band

image
In diesem Artikel wird ein kleiner, billiger und leicht aufzubauender Fuchsjagdsender vorgestellt, der samt Batterien und Antenne in eine Streichholzschachtel paßt. Er sendet im ISM-Bereich des 70cm-Bandes mit etwa 2,5dBm=1,8mW. Damit darf er auch an Nicht-Funkamateure weitergegeben werden (mehr dazu siehe weiter unten). Trotz der geringen Leistung und der verwendeten Mini-Antenne wurde auf freiem Feld eine Reichweite von bis zu 1,25km erzielt (Empfänger: FM-Handfunk-gerät). Zur Komplettierung folgt ein weiterer Artikel, der einen passenden ebenso einfachen 70cm-Peilempfänger beschreibt, der allerdings nur eine Reichweite von etwa 350m zuläßt. Das genügt aber für unaufwen-

dige Fuchsjagden in Parkanlagen, zumal der kleine Sender (oder mehrere davon) gut versteckt werden kann.

Der Fuchs erzeugt einen ASK-Ton von etwa 1 KHz, der sich sowohl mit AM- als auch mit FM-Empfängern gut demodulieren läßt. Der Fuchs beherrscht die in Deutschland zugelassenen Morsekennungen MO, MOE, MOI, MOS, MOH und MO5. Die Kennung kann durchgängig gesendet werden oder in in Gruppen von 3 bis 8 Rufen mit einstellbarer Pause zwischen 30 Sekunden und 10 Minuten.

Sender und Empfänger waren Nebenprodukte einer kommerziellen Entwicklung, es wurde aber darauf geachtet, daß alle Bauteile auch für den Amateur leicht zu beschaffen sind. Zum Aufbau der Schaltung sind keine Mikrocontroller-Kenntnisse erforderlich. Benötigt wird aber das AVR-Brennprogramm WinAVR und der AVR-Programmieradapter, den ich am Anfang meiner AVR-Einstiegsserie im FUNKAMATEUR 4/2002 und 5/2002 vorgestellt hatte (siehe auch www.rowalt.de/mc/).

Der Fuchs aus Anwendersicht


image
Der Fuchs fängt an zu senden, sobald die Batterie eingelegt wird. Beispielsweise wird die Morsekennung MOS 5 mal ausgesendet und es folgt eine Pause von 30 Sekunden, bis wieder 5 mal die Morsekennung gesendet wird.

Für die Veränderung von Kennung, Anzahl der Kennungen und Pausenlänge gibt es drei Tastenanschlüsse. Beim Einstellen der Fuchs-Parameter muß zur akustischen Kontrolle ein Empfänger eingeschaltet werden. Nach jedem Tastendruck ist im Empfänger erst eine Dreitonfolge zu hören und dann 1...6 mal "Dit". Die Anzahl der "Dits" gibt die gewählte Einstellung an. Alle Einstellungen werden dauerhaft gespeichert und bleiben auch nach dem Entnehmen der Batterie bestehen.

Die Funktion der drei Tasten im einzelnen ist im Kasten links zu sehen.


Die Wahl der Bauteile

Zunächst war vorgesehen, den Fuchs mit dem brandneuen Atmel-IC AT86RF401 (anderer Name: AT29646) aufzubauen. Dieser IC enthält einen 70cm-CW -Sender und einen AVR-Mikrocontroller in einem Gehäuse, läßt sich mit einer Betriebsspannung von minimal 2 Volt betreiben und die Ausgangsleistung ist bis maximal 6dBm=4mW einstellbar. Das wäre an sich der IC der Wahl gewesen. Aber leider war der AT86RF401 noch nicht in Produktion und ich konnte nach langen Bemühungen lediglich ein (!) Entwicklungsmuster bekommen. Hinzu kam, daß es an Referenzschaltungen mangelte und vor allem genaue Informationen zur Antennenanpassung fehlten. Nachdem 3 Mails an den Support von Atmel -Grenoble nicht beantwortet wurden, legte ich den IC erst einmal auf Eis. Aber für den Amateur bleibt auch später noch ein gewichtiger Nachteil bestehen: Die Sendefrequenz ist beim AT86RF401 das 24fache der Quarzfrequenz. Damit wird fürs 70cm-ISM-Band ein 18,08MHz-Quarz benötigt. Quarze dieser Frequenz sind in geringen Stückzahlen nicht billig verfügbar. In Einzelfertigung würde der Fuchs mit 12,50 Euro pro Quarz also ziemlich teuer werden. Schade eigentlich.


image
Blockschaltbild des AT86RF401


Die Wahl fiel dann auf den MICRF102BM von Micrel. Auch dieser IC ist ein UHF-Sender, allerdings ohne internen Mikrocontroller. Er liefert gegenüber dem AT86RF401 nur etwa die halbe HF-Sendeleistung, benötigt eine höhere Betriebsspannung und natürlich einen externen Mikrocontroller, der die Signale liefert. Das sind gewichtige Nachteile. Was aber ins Gewicht fiel, war die Frequenzaufbereitung: Beim MICRF102 ist die Sendefrequenz das 32fache der Quarzfrequenz, womit fürs 70cm -ISM-Band ein billiger Massenquarz von 13,56MHz verwendet werden kann. Der Micrel-Distributor Dacom Süd verkauft diesen Quarz für 1,90 Euro (SMD-Gehäuse) und Segor für 1 Euro (HC49-Gehäuse). Vernachlässigt man die zusätzlich benötigten 5 Kondensatoren und 2 Widerstände, dann kommt man beim Einzelhandel mit dem AVR zusammen auf einen Gesamtpreis von knapp 10 Euro.

Zum MICRF102 gibt es als kompatiblen Empfänger-IC den MICRF002. Da dieser IC grundsätzlich ein AM-Empfänger ist, kann er für einen einfachen Fuchsjagd-Empfänger Verwendung finden. Prinzipbedingt (Rauschen) erreicht man mit diesem Empfänger-IC aber nur Reichweiten bis zu 350 Metern auf freiem Feld (getestet). Der Peilempfänger weiter unten wird mit dem MICRF002 aufgebaut.

Die verwendeten HF-ICs waren nur als SMD-Variante beschaffbar. Ich ließ mich erstmalig auf diese Technik ein, war am Ende begeistert und habe alle Vorbehalte beiseite geworfen. Ein normaler 40W-Lötkolben mit guter Spitze und dünneres Lötzinn reichten völlig aus, solange die Lötkolbenspitze mit einem feuchten Schwamm von Zunder freigehalten wird. Als Spezialwerkzeug wird nur eine Kreuzklemm-Pinzette und eventuell eine Lupe mit Ständer benötigt, das ist alles. Dafür fällt das Bohren von Löchern weg.


image
Der MICRF102 ist als billiger Sender für ISM-Anwendungen wie drahtlose Türöffner und Fernsteuerungen vorgesehen. Die mögliche Sendefrequenz liegt im Bereich von 300 bis 470MHz. Die Antenne wird innerhalb eines bestimmten Bereiches automatisch abge-stimmt. Die Ausgangsleistung kann mit einem externen Spannungsteiler eingestellt werden. Das Maximum liegt wie oben schon angegeben bei etwa 2,5dBm=1,8mW. Als Modulation wird ASK (Apli-


tuden Shift Keying) verwendet, d.h. beim Wechsel zwischen einer logischen 1 und einer 0 wechselt der Träger zwischen voller und verminderter Sendeleistung. Darüber hinaus kann der MICRF102 über einen speziellen Eingang in den Standby-Modus geschaltet werden, bei dem er weniger als 40

Nanoampere Strom aufnimmt. Von dieser Möglichkeit habe ich im AVR-Programm wo immer möglich Gebrauch gemacht.

Der AVR

Es stehen zwei AVR-Typen zur Auswahl: Der AT90xx2343 und der ATtiny12. In unserem Fall können wir diese beiden AVR-Typen als pinkompatibel betrachten. Intern haben die beiden AVRs aber einige erhebliche Unterschiede.

Der ATtiny12 ist die deutlich bessere Wahl. Er ist billiger, hat eine etwas geringere Stromaufnahme und vor allem ist der von uns verwendete interne RC-Oszillator beim ATtiny12 viel stabiler und weniger spannungsabhängig als der vom AT90xx2343. Der günstigste Tiny-Subtyp ist der ATtiny12L-4SI (2,7...5,5V - 4MHz).

Wer erwägt, ein eigenes Programm im Bascom-AVR-Basic zu schreiben, muß den AT90xx2343 verwenden, denn Bascom benötigt bislang AVRs mit SRAM, und der ATtiny12 hat keinen. Es sollte möglichst der AT90LS2343 (2,7...6,0V) anstatt des AT90S2343 (4,0...6,0V) verwendet werden.
Das AVR-Programm habe ich in Atmel-Assembler geschrieben, weil es so mit nur zwei kleinen Änderungen für beide AVR-Typen compiliert werden kann. Den ausführlich kommentierte Quellcode und die fertig compilierten Dateien gibt es auf meiner Homepage (www.rowalt.de).

Die Stromversorgung

Ich habe mich für 3 Knopfzellen vom Typ LR44 (Alkaline) entschieden, bei denen ein Doppelpack für etwa 50 Cent zu haben ist. Die LR44-Zellen haben eine Kapazität von etwa 120mAh und geben zusammen 4,5Volt. Die Stromaufnahme des Fuchses bei 4,5V beträgt beim Senden des Tones 15,3 mA, bei den Pausen innerhalb der Morsezeichen 7,9 mA und in allen anderen Pausen 2,5 mA. Wird als Signal z.B. 5 mal MOS (dauert etwa 14 Sekunden) und anschließend 30 Sekunden Pause gewählt, dann beträgt die Stromaufnahme durchschnittlich 5,6mA. Falls ich mich nicht verrechnet habe, würde eine Batterieladung unter diesen Bedingungen für 21 Stunden Dauerbetrieb ausreichen.

Die Schaltung ist ab 3,6 Volt aufwärts betriebsfähig und ich habe auch einen 20minütigen "Crashtest" mit 7 Volt erfolgreich gewagt. Die kleine 6-Volt-Batterie 4LR44 (D=13mm/H=25,2mm/105mAh) wäre also ebenfalls verwendbar, beult die Streichholzschachtel aber etwas aus...


image
Die Platine ist 30mm x 48mm groß


Die Beschaltung des MICRF102 orientiert




sich an der Hersteller-Applikation. Die An-



tenne ist eine geätzte Schleife mit etwa



3cm Umfang auf der Platine. Ich war

überrascht, daß man den Fuch mit dieser

Antenne noch in gut einem Kilometer



Entfernung aufnehmen konnte (allerdings

bei Sichtverbindung). Die Antenne sollte
exakt die Abmessungen wie im Platine-
nlayout haben, denn anderenfalls muß C1
und C2 verändert werden, damit die IC-



interne Antennen-Nachstimmung funktio-




niert. Das Datenblatt beschreibt, wie an-


dere Antennen angepaßt werden können


(siehe www.micrel.com).



image
Am Pin PC bilden R1 und R2 einen Spannungsteiler, mit dem die

Ausgangsleistung eingestellt wird (siehe Diagramm). Bei mehr als 0,35
Volt am Pin PC setzt eine interne Leistungsbegrenzung ein und die

Ausgangsleistung wird nicht weiter erhöht. Ich habe den Spannungs-

teiler so gewählt, daß bei 4,5 Volt nach Möglichkeit die gesamte
Batterielebensdauer über die maximal mögliche Leistung abgegeben
wird. Eventuelle geringe Verluste bei der internen Leistungsbegren-

zung habe ich in Kauf genommen. Wer eine andere Betriebsspannung

verwendet, sollte unbedingt den Spannungsteiler verändern.
Hier soll noch auf einen kleinen Widerspruch im Micrel-Datenblatt
hingewiesen werden: Der Text im Datenblatt gibt 0,35 Volt als Einsatz-

punkt der Begrenzung an. Folgt man aber dem Diagramm (nicht dem
Text), dann erhält man die volle Ausgangsleistung, wenn der
Spannungsteiler auf etwa 0,45 Volt eingestellt wird. Wenn man davon
ausgeht, daß die Batterie bei fast entladenem Zustand 3,5 Volt hat, dann wäre R1 auf dieser
Grundlage mit 12K (statt 10K wie im Schaltplan) eigentlich besser bemessen.


image
30 Zum Quarz war über die Schwingfrequenz hinaus leider
keine Zusatzinformation verfügbar. Ich bin deshalb davon

pF 25 ausgegangen, daß der Quarz standardmäßig mit einer
in Parallelkapazität ("Bürde") betrieben wird. Das Diagramm
20
Parallelkapazität
links zeigt meine Meßergebnisse. Bei Kapazitäten 30pF

15 schwang der Quarzoszillator nicht mehr an, exakt
10 433,92MHz (die Mittenfrequenz des ISM-Bereichs) wurde
bei 22pF erziehlt. Ohne Parallelkapazität betrug die Sende-

5 frequenz 434,080MHz (Achtung: Der ISM-Bereich ist
0 433,050 - 434,790MHz, das sind also 10KHz außerhalb des
ISM-Bandes.).
0 5 0 5 0 5 0 5
0 2 5 7 0 2 5 7
Mein Leiterplattenentwurf sieht zur Quarzabstimmung
,9 9 9 9 0 0 0 0
, , , , , , ,
3 3 3 3 4 4 4 4 Lötplätze für 2 "Fest"-Kondensatoren vor (Im Schaltbild als
3 3 3 3 3 3 3 3
4 4 44 44 4 4
Frequenz in MHz Cx bezeichnet), da SMD-Trimmkondensatoren recht teuer
und schwer beschaffbar sind. Außerdem beginnt ein Trimmkondensator nie bei 0pF (Beispiele:
5...20pF und 7...30pF) und gerade im niedrigen pF-Bereich findet ja die größte Frequenzänderung
statt. Ich habe zur Frequenzabstimmung ein Handfunkgerät als Empfänger verwendet und
verschiedene Kondensatoren mit einem Plastikstab zur Probe gegen die Leiterplatte gedrückt. Aber
so genau muß man eigentlich nur arbeiten, wenn lediglich Empfänger mit festen Kanälen zur
Verfügung stehen.

Zum AVR wurde bereits einiges gesagt. Als einziges externes Bauelement wird beim ATtiny12 ein PullUp-Widerstand (R3) für den Reset-Eingang benötigt. Beim AT90xx2343 ist dieser Widerstand nicht erforderlich, da er dort bereits integriert ist.

Der AVR wird mit dem internen 1-MHz-RC-Oszillator betrieben, weshalb kein externer Quarz benötigt wird. Für die Morsesignale reicht ein RC-Oszillator ohne Frage aus, bei der Länge der Sendepausen merkt man aber doch die Ungenauigkeiten, die u.a. von der Betriebsspannung und -temperatur abhängen. Der RC-Oszillator des ATtiny12 erwies sich als erheblich besser, als der des AT90xx2343. Die folgenden beiden Diagramme zeigen das an einem Beispiel.


image
Theoretisch 10 Minuten beim ATtiny12 in Abhängigkeit von der Betriebsspannung. Roter Graph: 24°C, blauer Graph: 4°C


Theoretisch 10 Minuten beim AT90xx2343 in Abhängigkeit von der Betriebsspannung bei 24°C

Der AVR-Ausgang PB4 gibt die Morsesignale als hörbaren Ton von etwa 1KHz aus (wer will, kann das mit einem Piezo-Speaker oder sehr hochohmigen Kopfhörer kontrollieren).
Der Ausgang PB3 steuert den Standby-Modus des MICRF102. Während der Ausgabe eines Morsebuchstabens führt er durchgängig +5V und in den Pausen 0V.

Die Eingänge PB0 bis PB2 haben eine Doppelfunktion: Zum einen werden sie als Programmier-eingänge verwendet (dazu weiter unten) und zum zweiten kann man hier drei Taster nach Masse für die Betriebseinstellungen anschließen. Die Verwendung von Tastern würde ich aber fast als Luxus-variante bezeichnen; in der Praxis waren sie eher unnötig und platzraubend. Die Halb-Luxusvariante ist eine zweite Platine mit einem Stecker und den drei Tastern, die man nur einmal für alle Füchse vorrätig hat. Die einfachste und in der Praxis tatsächlich ausreichende Variante ist ein Stück starrer Draht. Das eine Ende hält man an Masse und mit dem anderen Ende tippt man den gewünschten Anschluß an. Das ist sogar betriebssicherer, weil so in der Hektik der Fuchsjagd nichts versehentlich verändert werden kann.

Die Programmier-/Tasten-Anschlüsse wurden als einreihige SIL-Buchsenleiste ausgeführt, wie ich sie schon in meinen Bascom-Beiträgen (FA 4/2002) beschrieben hatte. Eine halbe 6polige IC-Fassung tut genauso ihren Zweck. Die Beine wurden abgekniffen und der verbliebene Rest kurz auf die Leiterplatte gelötet. Das ergibt eine mechanisch und elektrisch sehr sichere und praktikable Verbindung.

Für die Batteriehalterung wird ein rechteckiges Loch 29mm x 12mm in die Leiterplatte gesägt. Die LR44-Zellen haben einen Durchmesser von 11,6mm und eine Höhe von 5,4mm. Bitte daran denken, daß die Zellen seitlich nicht in Berührung mit Leiterbahnen kommen dürfen. Ein fester vertikal ins Loch gelöteter Bronze- oder Kupferstreifen bildet den Minus-Kontakt und ein eingebogener federnder Streifen den Plus-Kontakt. Die drei Zellen haben im Loch einen sehr guten Halt, insbesondere dann, wenn sie zusätzlich einlagig (das reicht!) mit Isolierband umklebt werden.

Programmieren des AVRs

Der AVR wird erst in der fertigen Schaltung programmiert. Dazu steckt man den Programmieradapter (siehe AVR-Einstiegsserie im FUNKAMATEUR 4+5/2002 und www.rowalt.de) auf die Platine und brennt das Programm mit WinAVR. Tiefere AVR-Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Ansonsten verweise ich auf meine AVR-Serie, dort ist das genaue Vorgehen mit WinAVR genau beschrieben.

"Hidden Functions"

Für Meßzwecke oder "untypische" Anwendungen habe ich erweiterte Funktionen implementiert. Für diese Funktionen muß der EEPROM manipuliert werden. Auch dafür sind keine tieferen AVR-Kenntnisse erforderlich; man verändert einfach drei genau definierte Bytes in der EEPROM-Datei und brennt nur den EEPROM (also nicht den Flash-Speicher, der das Programm enthält).

Auf diese Weise kann man den Fuchs dazu bringen, lediglich einen 1KHz-Dauerton zu senden oder nur einen Träger. Außerdem kann die Anzahl der Rufe zwischen den Pausen auf bis zu 258 gesetzt werden und die Pausenlänge kann in 10-Sekunden-Schritten auf Werte zwischen 60sec...42min eingestellt werden. Das ist im Kommentar zum Quelltext genau beschrieben.

Gesetzliches

Abgesehen von den Vorgaben des Gesetzgebers sollte man als lizenzierter Funkamateur den Newcomern die Möglichkeit gönnen, endlich auch einmal Fuchsjagden durchführen zu können. Auch dann, wenn das ISM-Band im 70cm-Bereich liegt. Viele Lehrer und Sozialarbeiter werden Ihnen dankbar sein und außerdem sind Fuchsjagden eine ganz andere Sache als "ISM-Quatschfunk".

433MHz-ISM-Geräte gehören zu Klasse "1e" und dürfen in allen Mitgliedstaaten der EU grundsätzlich ohne Einschränkung (anmelde- und gebührenfrei) in Betrieb genommen und betrieben werden. Wer den Fuchs unter diesen Bedingungen weitergeben will, muß folgendes beachten:

1. Der Fuchs wurde von einem Fachmann (lizenzierter Funkamateur) korrekt aufgebaut und getestet. Die Sendefrequenz muß im ISM-Bereich 433,050 - 434,790MHz liegen und die effektiv abgestrahlte Leistung muß <10mW betragen.

2. Direkt am Fuchs wird ein CE-Kennzeichen mit Jahreszahl angebracht, eine Typenbezeichnung und der Name des Herstellers.
3. Zusammen mit dem Fuchs wird eine EG-Konformitätserklärung übergeben (siehe unten) und eine Bedienungsanleitung mit "Angaben für den bestimmungsgemäßen Betrieb".
4. Der Nutzer führt keine technischen Veränderungen am Fuchs durch.

Das sind die zentralen Bedinungen, wie ich sie auch mit anderen Fachleuten lange diskutiert habe. Das CE-Kennzeichen bringt man in eigener Verantwortung an, wenn man mit geeigneten Meßmitteln sicherstellen kann, daß die Fuchs-Parameter den Vorschriften entsprechen. Der Fuchs muß also nicht von einem

Spezial-Labor oder einer Behörde geprüft werden.
Eine Leistungsmessung erübrigt sich im Prinzip, weil der MICRF102 konstruktionsbedingt noch nicht einmal in die Nähe von 10mW gelangen kann. Aufpassen muß man allerdings bei der Frequenz-

abstimmung, weil der Quarz ohne Parallel-Kapazität eine Sendefrequenz außerhalb des ISM-Bereiches erzeugt (dazu siehe Grafik oben).
Statt des eigenen Namens sollte auch das Amateurfunkrufzeichen ausreichen. Die Angaben können auch auf die Leiterseite der Platine geätzt werden.

Unter "bestimmungsgemäßer Betrieb" ist manchmal ziemlicher Unfug zu finden. Beispielsweise könnte ein Wildschwein den Sender verschlucken, daran elend sterben und ein Tierschützer könnte davon einen schweren Schock bekommen u.s.w. Man gebe also angemessene und sinnvolle Hinweise. Das Verbot von Umbauten ("tuning") wäre z.B. ein solcher Hinweis.

In der EG-Konformitätserklärung nach Anhang II des EMVG bescheinigt der Hersteller die Übereinstimmung des Fuchs-Senders mit den Vorschriften des EMVG. Laut RegTP ist europaweit eine verkürzte Konformitätserklärung zulässig. Bei uns könnte sie wie folgt lauten:

EG-Konformitätserklärung

Hiermit erklärt [Name des Herstellers], daß sich der Fuchsjagd-Sender "DL7UNO-Mini-Fuchs" in Übereinstimmung mit den grundlegenden Anforderungen und den anderen relevanten Vorschriften der Richtlinie 1999/5/EG befindet. Die ausführliche Beschreibung des Fuchsjagd-Senders wurde in der Zeitschrift FUNKAMATEUR, Heft 08/2002 und 09/2002 veröffentlicht.
imageimage
Die FCC-Erklärung zum MICRF102 (siehe links) wurde von der Micrel-Homepage heruntergeladen.

In diesem Dokument wird die Übereinstimmung mit der ent-scheidenden europäischen Norm ETSI 300-220 erklärt.

Alles andere müßte durch diesen Artikel bereits erklärt worden sein.

Мини лиса. док 2




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